Die zwölf heiligen Nächte “Rauhnächte”

von Ing. Herbert Gradl


Vom 21./22. Dezember bis zum 1./2.Januar haben wir jetzt ja die zwölf heiligen Nächte. Erde und Mensch sind zu dieser Zeit geistig am wachesten. In diesen zwölf Tagen spiegelt sich das gesamte kommende Jahr, die ganze Tierkreisspähre von den Fischen bis zum Widder wird durchschritten. Man sagt ja auch, dass die Träume zu dieser Zeit eine besondere Bedeutung haben. Man spürt auch, dass diese Zeit eine besondere Geistigkeit hat. Wenn man Ideen und Gedanken, die man jetzt hat niederschreibt, kann man innerhalb des nächsten Jahres großen Nutzen daraus ziehen.
Ich zitiere Sergej O.Prokoffief (“Die zwölf heiligen Nächte und die geistigen Hierarchien”, S. 7/8.): “Schon die äußere Lage dieser Tage innerhalb des Jahreskreislaufs – in der Wintermitte - zeugt von ihrer Bedeutung für das gesamte Leben des Jahres. Denn im Winter, ganz besonders während der zwei Wochen nach der Wintersonnenwende, erinnert die Erde am stärksten an das, was sie im Lauf des Sommers in den kosmischen Fernen, in der Welt der Planeten, vor allem aber in der Fixsternwelt erlebt hat.
Und wenn Seele und Geist der Erde während des Sommers in den Weltenfernen weilen – geistig gesprochen im Schoße der höheren Hierarchien -, gibt die Erde im Winter, besonders aber während der zwölf heiligen Nächte, den höheren Hierarchien durch ihre Gedanken-Erinnerungen die Möglichkeit, übersinnlich in ihrer Sphäre anwesend zu sein und zu wirken.

Gleichsam große kosmische Tore öffnen sich zu dieser Jahreszeit am Himmel. Und während die geistige Sonne in der Finsternis der Winternacht aufleuchtet, eröffnet sich dem Menschen die Möglichkeit, auf eine in ihrer Art einmalige Weise in den hierarchischen Kosmos, in das Weltenwirken der unsere Erde führenden Hierarchien zu schauen.”

Zwischen dem 21./22. Dezember und dem 1./2. Januar liegt die eigentliche Weihnachtszeit. Eine besondere Zeit – „zwischen den Jahren“ wird sie auch genannt. In diesem Zeitraum liegen die 12 heiligen Nächte. Dieser Zeit wurde bereits in vorchristlicher Zeit eine besondere Bedeutung zugemessen. Diese Nächte genauer zu beobachten geht einerseits auf alte Brauchtümer zurück und stützt sich andererseits auf heute vielfach Erlebtes, wonach in dieser Zeit dasjenige vorgefühlt werden kann, was sich in den kommenden 12 Monaten entfalten wird.

Die Rauhnächte oder Rauchnächte sind die geheimnisvollste Zeit des Jahres. Der Name “Rauchnächte” kommt einerseits vom Räuchern, mehr aber noch von rauh – den wilden, haarigen Dämonen, die in diesen Nächten ihr Unwesen trieben. Die Rauhnächte liegen zwischen dem Thomastag, 21. Dezember und dem Dreikönigstag, 6. Jänner. Zwölf Rauhnächte, da die vier Sonn- und Festtage ausgenommen sind. Davon treten die großen hervor: Die Thomasnacht, die Heilige Nacht und die Nacht zum Dreikönigstag. Seit jeher kommt den Rauhnächten, vor allem den drei großen, enorme Bedeutung zu. Auch heute ist noch im gesamten deutschen Sprachraum, insbesondere in alpenländischen Gegenden geheimnisvolles Brauchtum lebendig…….